Zum Vademecum
Indikation

Die Mutation N501Y kommt in den VOCs B.1.1.7 (britische Variante),  B.1.351 (südafrikanische Variante) und B.1.1.28 (brasilianische Variante) vor. Von Ende Januar bis Ende März 2021 wurden am ZLM alle SARS-CoV-2PCR-positiven Proben mit einer N501Y-mutationsspezifischen PCR gescreent, die bei der Kontaktverfolgung als Indikator für eine Infektion mit der britischen Variante benutzt wurde.
Inzwischen hat sich diese Variante erwartungsgemäss in der ganzen Schweiz durchgesetzt (ca.80% der Neuinfektionen werden damit in Verbindung gebracht) und der Nachweis der N501Y-Mutation hat keine Auswirkungen mehr auf die Kontaktverfolgung. Die Analyse wird gem. Mitteilung des BAG vom 24.03.2021 daher ab dem 05.04.2021 nicht mehr vergütet.
Aus diesen Gründen wird das N501Y-Screening am ZLM per 31.03.2021 eingestellt.

Bei Verdacht auf Vorliegen anderer VOCs als B.1.1.7 kann – nach schriftlicher Einzelanforderung durch den Kantonsarzt/-ärztin- die Probe mittels Genomsequenzierung („whole genome sequencing“, WGS) analysiert werden (1x pro Woche).

 

Probenmaterial
Vorhandenes Material der initial verordneten SARS-CoV-2 PCR.
Methode

whole genome sequencing (WGS)

Referenzbereich

negativ

Frequenz / ext. Labor

1 x wöchentlich

Tarif
Tarif Taxpunkte Preis in CHF
01.01.1320 (351) 219.5 219.50
Bemerkungen

Die Kosten der Analysen werden vom Bund übernommen.