Zum Vademecum
Indikation

Multiple Sklerose und Clinically Isolated Syndrom (CIS) in der Differentialdiagnose zu anderen autoimmunen ZNS Erkrankungen, wie Neuromyelitis optica Aquaporin-4 (NMO) Autoantikörper, Paraneoplastische Syndrome ANNA-1 (anti-Hu), ANNA-2 (anti-Ri), ANNA-3 (Neuronukleäre AK Typ 3), CRMP5 / CV2-IgG und Akute Demyelinisierende Encephalomyelitis (ADEM)

Probenmaterial

KSSG Einsender:         Nativ-Blut (Röhrchen mit Stopfen braun/rot)

+ 1 ml Liquor

Externer Einsender:   1 ml Serum

+ 1 ml Liquor

(Liquor alleine genügt nicht)

Methode

ELISA

Referenzbereich

<1.5 Antikörperspezifitätsindex (AI)

Frequenz / ext. Labor

3 x wöchentlich

Bemerkungen

Die MRZ Reaktion (nach Prof. Reiber) prüft auf eine virusspezifischen intrathecalen Antikörper-Bildung im Liquor gegen Masern-, Röteln- und Varizella-Zoster-Virus. Um die MRZ Reaktion positiv zu werten, muss mindestens gegen 2 Viren eine intrathecale Antikörper-Antwort messbar sein.
Als Referenzwerte für die Virusantikörper im Liquor gelten die Virusantikörper im parallel analysierten Serum. Zur Bildung des Virus-spezifischen Liquor/Serum Antikörper Index muss zusätzlich die Gesamtkonzentration der Immunglobulinklasse IgG in Liquor und Serum bestimmt werden, sowie die jeweilige Albuminkonzentration. Letztere zur Berücksichtigung einer allfälligen Störung der Blut-Liquor Schrankenfunktion.