zum Vademecum
Indikation

– Verdacht auf Vitamin D-Mangel
– Verdacht auf Vitamin D-Überdosierung oder -Intoxikation

Probenmaterial

KSSG Einsender:         Heparin-Blut (Röhrchen mit Stopfen grün)

Nativ-Blut (Röhrchen mit Stopfen rot)

Externer Einsender:   1 ml Heparin-Plasma, oder

1 ml Serum
Methode

Chemilumineszens-Immunoassay

Referenzbereich
Normale Vitamin-D-Versorgung 75 – 250 nmol/l
Frequenz / ext. Labor

Mo – So; 24h

Tarif
Tarif
1006.00
Taxpunkte
53
Preis in CHF
53.00
Bemerkungen

Beurteilung der Versorgung und klinische Bedeutung lt. Bundesamt für Gesundheit (BAG):

25-OH-Vitamin D Beurteilung der Versorgung Klinische Bedeutung/Auswirkung
< 25 nmol/l schwerer Mangel Gefahr einer Mineralisationsstörung des Knochens/Rachitis/Osteomalazie
25-49 nmol/l Unterversorgung Gefahr eines erhöhten Knochenabbaus/-umsatzes (bone turnover) und/oder Parathormonanstiegs
50-75 nmol/l Ausreichende Vitamin-D Versorgung (Mindestkonzentration) Geringes Risiko für Knochenabbau und Parathormonanstieg; neutrale Wirkung bzgl. Stürzen und Frakturen
75 nmol/l Zielwert für Sturz- und Frakturreduktion Unterdrückung des Parathormonanstiegs und Knochenabbaus, Sturz- und Frakturreduktion

Für die Normalbevölkerung wird eine untere Grenze von 50 nmol/l toleriert.

Obere Sicherheitsgrenze zur Vermeidung einer Vitamin D Intoxikation sind 250 nmol/l 25-OH-Vitamin D.

Rheumafaktor, endogene alkalische Phosphatase, Fibrin und Proteine mit Bindungsfähigkeit für Alkalische Phosphatase können zu fehlerhaften Werten führen.

Hämolytische Proben und stark lipämische Proben können nicht bestimmt werden.
Frakturreduktion, mindestens anzustreben für Personen >60 Jahre